Auszug aus dem neuen Buch

Kapitel 2: Wie alles anfing

Ein Leben lang auf der Suche nach Musik

„Hömma!“ – so würde ich Sie gerne begrüßen. Damit oute ich mich als Westfale. Dieser Ausdruck im Westfäli-schen (mundartlich zusammengezogen aus „hör mal!“) als Anrede und Kommunikationseröffnung spricht den Hörsinn an, „Schauen Sie mal, ich ...“ würde den Sehsinn ansprechen. In diesem Buch werde ich aber hauptsäch-lich vom Hören und seinen Auswirkungen dieses Sinnes auf uns berichten. Seien Sie also herzlich im obigen Sinne begrüßt!

Dieses Buch ist eigentlich eine Unmöglichkeit: Ich kann für Sie nur über Musik schreiben, Sie sehen und erleben kann ich leider nicht direkt. Mit diesem Problem müssen sich alle Autoren beschäftigen, die über Musik schrei-ben. Da wir im modernen Internet-Zeitalter leben, sind die beschriebenen Musikstücke zum großen Teil über meine Webseite www.kraftraum-musik.de anzuhören. Sie finden dort auch Verweise auf Angebote von Amazon & Co.

Und obwohl wie zu keiner Zeit der Menschheitsgeschichte heute Musik so einfach wie nie zu allen Tag- und Nachtzeiten zugreifbar oder besser hörbar ist, so sind die Menschen doch eher verunsichert in ihrem Urteil über Musik: Was ist die richtige Musik? Bin ich Mainstream oder ein Exot mit meinem Musikgeschmack? Wo finde ich die beste Musik für mich? Warum mag ich die Musik der anderen nicht? Was soll ich mir aus den 60 Millionen Songs auf Spotify anhören? ...

Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe.
Sie ist Philosophie der Gefühle.
Carl Ludwig Schleich (1859-1922)

Früher war es schon schwierig ein einem Plattenladen, später dann im CD-Laden einen Überblick über das große Angebot an Konservenmusik zu bekommen, heute mit der Möglichkeit über Online-Kauf und Streaming steht mir die ganze Welt zur Verfügung und ich bin überfordert. Hilfe!

Genau hier setzt dieses Buch an, geboren aus den Hilferufen vieler Menschen. Musikunterricht in den Schulen wird immer weiter reduziert, die Inhalte sind auch nicht gerade Freude erzeugend, von einer Schulung der Hör-fähigkeit ganz zu schweigen. Da müssen viele gute Bedingungen zusammenkommen, dass ein Mensch einen „gesunden“ Bezug zur Musik in sich entwickelt, voller Selbstbewusstsein, Freude und vielen Entwicklungsmög-lichkeiten. Oder denken Sie, dass irgendein Komponist oder Liederschreiber mit dem aktuellen Song je abschlie-ßend so zufrieden war, dass er oder sie sich am Ende aller Musik fühlte? Wohl kaum, manche Komponisten sind mitten im Komponieren von dieser Welt gerufen worden.

Aber es gibt Hoffnung. So wie vieles im Leben gelernt werden kann, selbst im hohen Alter dank der Flexibilität unseres Gehirnes, so kann das aktive Musikhören und Musikgenießen wie eine neue Medizin erforscht, auspro-biert und ins Leben integriert werden. Lassen Sie mich ihnen hierbei zur Seite stehen. Sie sind der neue Meister des eigenen Musikgeschmackes und -erlebens.

Ich darf Sie auch in dem Sinne begleiten, als auch ich täglich hinzulerne, wie ich Musik wahr- und aufnehme, was es alles an Musik gibt und wie sie mir guttut. Willkommen in meiner Welt des Musikgenusses! Und Sie brauchen keine Vorkenntnisse, kein Studium, keine Fähigkeit zu Singen oder ein Instrument zu spielen, Noten lesen zu können oder sich gewählt ausdrücken zu können mitbringen. Ihr wichtigstes Instrument für einen umfangreichen Musikgenuss bringen Sie schon seit ihrer Geburt mit: ihre Ohren. Die sind bekanntlich immer offen, wir können sie nicht willentlich schließen.

Nirgends kann das Leben so roh wirken wie konfrontiert mit edler Musik.
Christian Morgenstern (1871-1914)

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Freuen Sie sich auf das neue Buch. Den genauen Erscheinungstermin gibt es dann hier.

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